{"id":701,"date":"2015-06-15T19:35:14","date_gmt":"2015-06-15T17:35:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pedalwege.de\/?p=701"},"modified":"2015-06-15T20:00:22","modified_gmt":"2015-06-15T18:00:22","slug":"night-rider","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.pedalwege.de\/?p=701","title":{"rendered":"Night Rider"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Hitze der vorangegangenen Tage und dem riskanten Verkehr auf der kurvenreichen, engen und bergigen Adria Magistrale in Montenegro, dachten wir, wir versuchen mal was Neues.<br \/>\nBeleuchtet und reflektierend wie fahrende Weihnachtsb\u00e4ume, entschlossen wir uns durch die Nacht zu fahren.<br \/>\nSo sind wir einem entspannten Nachmittag in der Bucht von Kotor und einem f\u00fcr diese Reise au\u00dfergew\u00f6hnlich leichten Abendessen um 20Uhr Richtung Dubrovnik in die Nacht gestartet.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Mein Fahrrad f\u00fchlte sich angesichts dieses Vorhabens anscheinend unwohler als wir, denn die Lenkung war am zittern, wie zuletzt in Thessaloniki am Beginn unserer Reise. Da alle provisorischen Reparaturversuche am Steuersatz ohne Erfolg blieben, hie\u00df es&nbsp; 80km in Unterlenkerhaltung durch die Nacht. Nur so lie\u00df sich das Zittern ein wenig d\u00e4mpfen.<br \/>\nVom Zustand des Rades abgesehen, fing die Nacht mit angenehm k\u00fchlen, verkehrsarmen und flachen ersten 20km an.<br \/>\nEs folgten nervige 7km slalomfahren durch partywillige Touristen entlang der Uferpromenade. Dennoch reichte unsere Annahme, die Nachtfahrt sei eine gute Idee, noch bis zur Grenze Kroations. Ab dann wurde es dunkel, steil und kalt.<br \/>\nVor die Wahl gestellt zu frieren in kurzer oder schwitzen in langer Kleidung, fiel unsere Wahl auf letzteres. Nur so konnten wir unsere Muskeln ann\u00e4hernd auf der notwendigen Temperatur halten, um ohne allzu gro\u00dfe Schmerzen, die kommenden Steigungen zu bew\u00e4ltigen. Der Vorteil der Nachttemperatur des verminderten Schwitzen, war damit jedoch leider dahin. Es blieb jedoch als gro\u00dfer Vorteil der weitaus geringere und r\u00fccksichtsvollere Verkehr.<br \/>\nUm die auf unsere Scheinwerferkegel und R\u00fcckspiegel beschr\u00e4nkte Wahrnehmung zu kompensieren, teilten wir unsere Augen und Ohren und kommunizierten jedes Auto, Schlagloch und jeden durch die Nacht str\u00e4unenden Hund.<br \/>\nDa eine Nachtfahrt orientierungslos nochmal spannender wird, verlor das Navi die externe Stromversorgung und wollte uns dar\u00fcber hinaus \u00fcber Stra\u00dfen schicken, die wir zun\u00e4chst noch in den Fels h\u00e4tten hinein schlagen m\u00fcssen.<br \/>\nNach ein paar laaangen Steigungen zum Ende hin, sind wir dann gegen 3Uhr in Dubrovnik am Campingplatz angekommen. In dieser Nacht haben wir unseren Rekord im Stellplatz suchen, abladen und Zeltaufbau aufgestellt und waren nach 30min bereits im Schlafsack. <\/p>\n<p>Fazit: Nachts f\u00e4hrt es sich besser als im Dunkeln \ud83d\ude09 <\/p>\n<p>Ernsthaftes Fazit: Nachtfahrten sind mit ausreichender Beleuchtung durchaus fahrbar und bestimmte Risiken (Verke<\/p>\n<blockquote><p>hr<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>) und Schwierigkeiten sind auch geringer. Jedoch stellen sich dabei neue Herausforderungen und Risiken, die man zuvor umgebungsabh\u00e4ngig und von der Frage, ob man alleine unterwegs ist, abw\u00e4gen sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Hitze der vorangegangenen Tage und dem riskanten Verkehr auf der kurvenreichen, engen und bergigen Adria Magistrale in Montenegro, dachten wir, wir versuchen mal was Neues. Beleuchtet und reflektierend wie fahrende Weihnachtsb\u00e4ume, entschlossen wir uns durch die Nacht zu fahren. 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