Russland (er)fahren

Nach 2 Tagen auf dem Rad durch Russland, habe ich noch einen Stop 30km vor Sankt Petersburg in Peterhof eingelegt. Hier will ich gleich etwas durch die ausgedehnten Hofanlagen „lustwandeln“ um dann heute nachmittag zu meiner letzten kurzen Etappe dieser Reise aufzubrechen. Der lustigen dreier Gruppe, die ich gestern hier auf dem Campingplatz traf und sich per Rad auf dem Weg in die umgekehrte Richtung machen, viele Gr├╝├če und gute Reise! weiterlesen…

Das Ende der EU

Entlang der Steilk├╝ste Estlands, habe ich gestern das Ende der EU erreicht. Nur noch die Narva liegt zwischen mir und Russland. Denke ich an den Aufwand, den ein Visum dorthin ben├Âtigt und die Feststellung, dass ein mittelm├Ą├čig ge├╝bter Schwimmer theoretisch auch  einfach r├╝ber schwimmen k├Ânnte, wird mir noch einmal die Beliebigkeit von Grenzen bewusst. weiterlesen…

Wasserstandsmeldung

Zwei Tagesetappen liegt meine Zeit in Tallinn nun hinter mir und ich glaube, ein Teil des Gegenwinds der letzten beiden Tage hatte ich aus dieser Stadt mitgenommen. Mein Hostel war im Herzen der Altstadt und dieses ist jung, schl├Ągt kr├Ąftig und schnell. Kein Ort zum ruhen, aber daf├╝r umso mehr, um in das bunte und vielf├Ąltige Nachtleben einzutauchen. Dies alles eingerahmt von historischen Bauten und einem internationalen Sprachteppich. Wunderbar und ein gutes Kontrastprogramm zur bisherigen Reise. weiterlesen…

Loslassen

Ich wei├č, materiellen Dingen gegen├╝ber soll man nicht sentimental werden, aber manchmal f├Ąllt es schwer.

Die Belastungen dieser Reise fordern ihren Tribut am Material. Als ich heute bereits den zweiten neuen Fahrradst├Ąnder besorgte, dem ersten aus Tartu war leider nur eine Lebensdauer von einer Stunde beschieden, ├Ąu├čerte der der Monteur beim Anschrauben des St├Ąnder trocken: „Your frame is broken.“
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Obdach

Nach insgesamt 700km auf dem Rad, bin ich gestern Abend gut gelaunt in Tallinn angekommen. Mit passender Musik aus meinen Lautsprechern und zwischen Joggern und Inlineskatern die Uferprommenade entlang, f├╝hrte mich mein Weg mitten in die Altstadt, wo ich in einem recht lebhaften Hostel untergekommen bin. Das Hostel ist, um es mal vorsichtig neudeutsch auszudr├╝cken, ein wenig ┬Ęvintage┬Ę. Doch macht dies auch dessen Charme aus und passt perfekt zu dem, wie ich mir meine Reise vorgestellt hatte. Ob es dieser Charme, die Lage oder der Preis ist, der Menschen mit spannenden Geschichten anzieht, auf jeden Fall konnte ich hier bereits einige interessante Gespr├Ąche f├╝hren.
Von diesem Ort aus will ich die n├Ąchsten Tage Tallinn ein wenig kennenlernen. Derzeit schwebt mir eine Mischung aus Sightseeing, Party und Kultur vor. Nat├╝rlich hoffe ich auch auf weitere interesante Gespr├Ąche. Kurzum, ich denke hier die f├╝r meine Zwecke perfekte Unterkunft gefunden zu haben.
Dass es manchmal auch schon viel Wert sein kann ├╝berhaupt eine Unterkunft zu haben, konnte ich die Nacht zuvor erfahren.
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Zeltplatz mit Seeblick, 5 Euro. Gef├╝hl von Freiheit, ubezahlbar.

Nach ein paar sehr erholsamen Tagen bei Oliver und seiner Familie in Tabivere┬ábei Tartu, zog es mich gestern wieder aufs Rad, zu einem Badeausflug an den Peipus See. Dieser beschauliche Badesee ist etwa achtmal so gro├č, wie der Bodensee. Hier sitze ich nun nach einem morgendlichen Bad vor meinem Zelt, blicke auf den See, habe Wellenrauschen in den Ohren und mag noch garnicht so recht diesen traumhaften Ort verlassen. Die Gr├Â├če des See und die Ger├Ąusche, geben mir das Gef├╝hl am Meer zu sitzen und ich versp├╝re ein gro├čes Gef├╝hl der Freiheit und Ruhe. weiterlesen…

Natur und Luxus

Rund 89km durch den Gauja-Nationalpark durch Felder, Wiesen und D├Ârfer, bin ich in einer kleinen idyllischen Ferienanlage in Smiltene angekommen.
Die Strecke war super sch├Ân, aber vom H├Âhenprofil und Streckzustand f├╝r meine Verh├Ąltnisse auch durchaus anspruchsvoll und ich kam teilweise nur um ersten Gang im Schritttempo voran. Ich habe dabei etwas gelernt,┬á H├Âhenmeter kann man auch zentimeterweise sammeln.
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